🧶Wolle, die verbindet

Wie aus Resten ein echtes de Persona a Persona wurde?

Wir sind kein gewöhnlicher Verein. Ja, wir sammeln auch Gelder, klar. Vieles kostet Geld. Unser Herzstück ist etwas anderes: Menschlichkeit. Füreinander da sein. Teilen statt messen. Geben statt nehmen.

Unser Verein sucht aktiv Menschen, die Unterstützung brauchen: kleine Wünsche im Alltag, Hilfsmittel, Momente gegen Einsamkeit, Dinge, für die oft die finanziellen Mittel fehlen.

Margrit (89) ist unser erstes Projekt.

Margrit lebte jahrelang mit ihrem Mann und ihrer Mutter in Spanien auf dem Festland.

Nachdem diese verstorben waren, war Margrit ganz alleine in Spanien. Ihr Bruder lebte schon lange mit seiner Frau auf Lanzarote und überredete Margrit auch auf die Insel zu kommen.

Eine schöne Finca wurde umgebaut und zack, war Margrit 2015 auf Lanzarote.

Nach einem Sturz in der Coronazeit, kam Margrit in die private Pflegevilla Carepoint Carmen in Costa Teguise, in der sie jetzt schon 3 Jahre lebt.

Ein besonderer Tag ohne grossen Anlass, nur mit grossem Herzen

An diesem Tag arbeitet Sabrina bei Carepoint Carmen. Sabrina wies Margrit daraufhin, dass heute ein spezieller Tag sei und sie sich heute etwas schöner anziehen darf. Mit komischem Blick, aber ohne Wiederrede, zog sich Margrit was schönes an.

Punkt 12:00 Uhr klingelte es an der Tür der Pflegevilla. Draussen standen drei wunderbare Menschen aus unserem Verein – aktive Mitglieder – und sie waren richtig nervös. Man spürte dieses leise Antasten. «Wie geht es Margrit»? «Ist sie gut drauf»? «Hoffentlich fühlt sie sich heute gut.»

Es war ruhig. Langsam. Vorsichtig. De Persona a Persona eben.

Brigitte, Elke und Ralf traten langsam ins Zimmer. Margrit hatte keine Ahnung um was es hier geht. Und dann zeigt sich unser Vereinsprinzip in der Praxis. Gemeinsamkeiten verbinden. Margrit und Brigitte hatten sich sogar schon vor dem Kennenlernen gegenseitig etwas geschenkt. Sabrina hatte das im Vorfeld überbracht. Diese kleine Gemeinsamkeit machte es noch einfacher, eine Verbindung herzustellen.

„Margrit wir haben dir ein Geschenk mitgebracht“

Elke ist auf der Insel bekannt als „Socken Elke“. Sie strickt Socken und wer strickt, kennt es, es bleiben Reste übrig. Wolle kostet Geld. Die Reste liegen oft herum und genau da beginnt unser „Geben statt Wegwerfen“.

Elke kam an Margrits Bett, eine Tüte in der Hand – voll mit Wollresten – und sagte:
„Margrit wir haben dir ein Geschenk mitgebracht“

Margrit: „Ach das finde ich aber toll“

Elke: „Sabrina sagte du bastelst häkelst und strickst und tust so viel. Ich stricke Socken und da bleibt immer etwas übrig.“

Margrit: „Ach toll Socken stricken kann ich ja nicht.“

Elke: „Socken stricken brauchst du nicht, aber aus den Wollreste kannst du alles möglich machen“

Margrit: „Ach das finde ich aber toll“

Das Eis war komplett gebrochen. Margrit kam aus dem Lachen gar nicht mehr raus. Sie nahm die Tüte entgegen mit so einer Freude, dass man es im Raum richtig spüren konnte. Das Video zeigt es, weil manche Momente nicht beschrieben werden können, man muss sie sehen.

Margrit sagte dann diesen Satz, der uns allen im Herzen geblieben ist.

„Der Tag hier ist ja wirklich sehr lang und mit dem TV habe ich es nicht so, dann bin ich so froh, dass ich noch irgendwas wurschteln kann. Mir macht es Freude, anderen was zu basteln.

Und genau darum geht es: Nicht um „Spendenprojekt“. Nicht um „Hilfsaktion“.
Es geht um Würde, Sinn, Freude und dieses Gefühl. Ich kann noch! Ich bin noch! Ich gehöre noch dazu!

Brigitte schenkte Margrit noch einen Weihnachtsstern im Topf. Dazu kam eine zweite Tüte Wollreste und natürlich etwas Süsses für zwischendurch, darf nicht fehlen, beim Wurschteln.

Der Besuch endete nicht hektisch. Nicht „wir müssen dann mal“. Sondern mit persönlichen Geschichten von Margrit. Zuhören. Zeit schenken. Da sein.


Und dann ging das „Wollprojekt“ heimlich weiter hinter den Türen der Villa

Das Schönste: Das Projekt hörte nicht mit dem Besuch auf.

In der Pflegevilla gibt es noch eine weitere Bewohnerin: Monique. Sie strickt unheimlich gern. Ihr fehlt die Familie, die sie hier unterstützen kann, da diese in Frankreich leben. Und dann passierte etwas, dass man nicht kaufen kann:

Margrit gab einen Teil ihrer Wolle weiter und machte Monique ebenfalls eine Freude.

So wird es weitergelebt.

Wenn wir als Verein dies vorleben, wird es auf der Insel geteilt. Genau das ist unser „Tun und Sein“: Wir bringen Menschen zusammen, damit Menschlichkeit ansteckend wird.

de Persona a Persona.


Und hier mal die Ganze Freude in Bild und Ton.


So wird es weitergelebt.

Wenn wir als Verein es vorleben, wird es auf der Insel geteilt. Genau das ist unser „Tun und Sein“: Wir bringen Menschen zusammen, damit Menschlichkeit ansteckend wird.

De Persona a Persona.


👉 Kennst du auf Lanzarote jemanden, der Hilfe braucht? Dann schreib uns eine Nachricht mit dem Wort „BEDARF“. Du erzählst kurz, was fehlt (z. B. Hilfsmittel, Alltagshilfe, kleiner Herzenswunsch) wir prüfen das im Verein und organisieren die passende Unterstützung, kaufen gezielt ein und bringen sie von Mensch zu Mensch dorthin, wo sie wirkt.


👉 Möchtest du Teil davon sein? Dann werde Mitglied bei „De Persona a Persona en Lanzarote“ oder unterstütze unsere Projekte mit einer Geldspende, damit wir Bedarfe schnell und konkret lösen können.


Wichtig: Wir können leider keine Sachspenden auf Vorrat annehmen, deswegen bitte nichts ungefragt vorbeibringen oder schicken.

Wenn du eine Sachspende für uns hast, melde dich kurz, per WhatsApp +34 654 37 84 76 , wir sagen dir dann, ob es gerade gebraucht wird oder wir Informieren dich darüber wann und wo wir es eventuell gebrauchen können.

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